Yes! Ich habe es tatsächlich bis nach Hollywood geschafft!
Leider nicht auf die große Kinoleinwand oder auf den roten Teppich, dafür aber als Touri auf den Walk of Fame!
Der kurze Trip (09.09 – 12.09) war zwar ziemlich spontan und ungeplant, hat sich aber allemal gelohnt.
Ein paar Tage bevor ich die Reise angetreten bin, habe ich erfahren, dass ein Freund von mir ein Roadtrip mit 2 weiteren Freunden durch die USA geplant hat und für 4 Tage in LA ist. Das Beste an der Sache: das bereits gebuchte Appartment war für 4 Personen ausgelegt! Da ich mich also lediglich um die Flüge kümmern musste und bereits eine kostenlose Schlafgelegenheit hatte, buchte ich am Mittwoch kurzerhand Flugtickets. Freitag Morgen klingelete dann um 3 Uhr morgens der Wecker und schickte mich Richtung Phoenix, wo mein Flieger wenige Stunden später Richtung LA startete.
Nach der Ankunft in LA, entschied ich mich dazu über „Uber“ ein Taxi zu rufen um mich zum Appartment fahren zu lassen, anstatt die kostengünstigere Variante der öffentlichen Verkehrsmittel zu nutzen. Jeder der mich kennt weiß, dass schon in kleinen Ortschaften kein Verlass mehr auf meinen Orientierungssinn ist….Das wollte ich in einer 4 Millionen Stadt nicht auf die Probe stellen.
Als ich etwas später bei der Unterkunft ankam und von meinem Kumpel sowie von seinen, mir bisher unbekannten, Freundesfreunden empfangen wurde, konnte die Stadt der Stars und Sternchen erkundet werden.
Eins vorweg: LA wird meiner Meinung nach überbewertet. Es ist interessant die bekannten „Touristensachen“ zu sehen, viel mehr hat LA jedoch nicht zu bieten. Hinzukommt, dass Los Angeles meiner Meinung nach nicht besonders schön ist und entgegen den Vorstellungen nicht viel Glanz und Glamour ausstrahlt.
Wie dem auch sei…. am ersten Tag führte uns unsere Tour erst zum Walk of Fame und nachfolgend zum Santa Monica Pier andem wir uns Fahrräder mieteten und den Strand herunterradelten, bevor wir uns am Strand den Sonnenuntergang anschauten.
Der zweite Tag startete auf der teuersten Einkaufsstraße in LA, dem Rodeo Drive. Danach fuhren wir in die Beverly Hills und starteten den Versuch ein Blick auf die Villen der Stars zu erhaschen. Leider mit geringem Erfolg. Nach dem gescheiterten Versuch auf Hollywood Stars zu treffen, wollten wir wenigstens ein Blick auf das Hollywood Sign erhaschen und sind erstaunlich nah herangekommen. Durch „lustige“ Aufgaben, die mir 2 Freunde aus Deutschland gestellt haben, musste und muss ich ab jetzt vor jeder Sehenswürdigkeit Fotos mit einer Clownsnase machen. Ein ganz besonderer „DANK“ an Annmarie und Pauline! – Fotos, siehe unten…
Am Abend führte uns unsere Tour noch zum Griffith Observatory, beidem 1x im Monat kostenlos Teleskope bereitgestellt werden, um den Mond und verschiedene Planeten zu betrachten. Wir hatten uns den richtigen Tag herausgepickt und konnten den Saturn und den Mond in voller Pracht bestaunen. Außerdem hatte man vom Griffith Obervatory eine gute Sicht auf die ganze Stadt!
Mein persönliches „Highlight“ erlebte jedoch am letzten Abend. Nachdem wir am letzten Tag noch in der Downtown von LA waren und außerdem ein paar weitere Stunden am Strand verbrachten, hieß es Abschied nehmen, denn meine Freunde setzten am Sonntag Ihren Roadtrip fort. Mein Rückflug startete allerdings erst am Montag, sodass ich eine weitere Nacht in LA verbringen musste.
Da ich vergebens versuchte über Couchsurfing eine Unterkunft zu finden, musste ich auf ein preiswertes Hostel umsteigen. Mein „Higlight“ zeichnete sich dann durch ein Hostelzimmer aus welches ich mir mit 7 weiteren Personen teilte, direkt an einer viel befahrenen Straße lag, keine Vorhänge hatte um die Zimmer abzudunkeln und neben knartschen Betten zudem nette Käfer behauste, die mich morgens auf meinem Kopfkissen begrüßten. #leaveyourcomforzone
Neben den negativen Seiten dieser Nacht, möchte ich auch die positiven Dinge mit euch teilen.
Die Personen, auf die ich im Hostel gestoßen bin waren schätzungsweise alle zwischen 20 & 30. Mit 2 Personen habe ich mich im Aufenthaltsraum etwas länger unterhalten, da diese wirklich interessante storys mit mir teilten. Neben einen Australier, der schon durch die ganze USA gereist ist, nun nach Zentralafrika fliegt bevor er Kanada ansteuert und kurz nach Hause jetten will, bevor er die Welt weiter erkundet, bin ich außerdem auf einen weiteren Deutschen gestoßen, der den Versuch startet in der Filmbranche Fuß zu fassen und sich selbstständig zu machen. Das ganze ohne Arbeitsvisum.
Manchmal ist es also ratsam seine Comfortzone zu verlassen und anstatt in einem teuren Hotel unterzukommen, ein Hostel zu buchen um mit Menschen aus der ganzen Welt in Kontakt zu treten….
