Wie klein die Welt doch ist…

Samstagmittag war es soweit. Ich musste Virginia und somit Jon und die verrückte Bande dort verlassen. Per Amtrak (das amerikanische Gegenstück zur DB) ging es nach Charlotte, North Carolina. Nach etwas mehr als 8h Zugfahrt (mit etwas Verspätung natürlich – aber das bin ich ja aus Deutschland gewohnt) erreichte ich mein Ziel. In Charlotte angekommen wurde ich von Tina und ihrem Ehemann Michael abgeholt.

Und hier wurde es verrückt 🙂 Ich wusste im Vorraus nichts über die beiden, außer Tinas Namen und ihre Handynummer. (Das ist bei jedem Stop während der Homestay Tour so). Am Auto, nein am Truck angekommen (Auto ist in dem Fall untertrieben, es ist ein Mittelding zwischen Auto und Monstertruck :D) war mein erster Kommentar „Wow, that’s really an American car.“ Von wegen…

Im Auto fragte ich die beiden aus welchem Bundesstaat sie stammen und wo Tina in Deutchland während des Jahres platziert war. Ich nahm nämlich an das beide Amerikaner seien – weit gefehlt. Wie sich herausstellte sind beide aus Deutschland, und zwar nicht von irgendwoher sondern aus der Nähe von Vaihingen. Tina war wie ich Teilnehmer des PPP und ist später mit Michael nach North Carolin ausgewandert.

Wer jetzt aber denkt ich könnte mit den beiden auf Deutsch plaudern, no way. Während meiner Zeit hier haben wir fast ausschließlich Englisch gesprochen, was zum Teil echt verwirrend war. (Aber klasse, ich konnte zumindest easy nach Englischen Wörtern fragen bzw Dinge auch mit einem deutschen Wort erklären 😉 )

Sonntags gingen wir Frühmorgens zur Kirche „The Cove“. Eine Kirche für alle Christen egal welcher Richtung (Katholisch, Evangelisch ect.). Und der Gottesdienst dort ist ganz anders als in Deutschland, falls ihr jemals die Möglichkeit habt eine solche Kirche zu besuchen (es gibt eine Amerikanische Kirche in der Nähe von Vaihingen) solltet ihr unbedingt hingehen. Gottesdienst ist für das was dort stattfindet beinah das falsche Wort. Als wir dort ankamen war mein Eindruck eher als würden wir auf ein Konzert gehen. Und zum Teil war das auch so, eine Art Rockband performte Lieder und auch die Predigt wurde wirklich ansprechend gestaltet.

Nach der Kirche hatten wir Brunch mit zwei Freunden von Tina & Michael. Und der war richtig amerikanisch. Über Pancakes, bis über Bacon, Eier mit Speck und Kartoffelpuffer – es gab beinah alles.

Mein Fazit soweit: Deutsche sind die besseren Amerikaner. 😉

Nachmittags nahmen die beiden mich mit zu ihrem Freund Daniel welcher direkt beim Lake Norman wohnt. Und wer hätte es gedacht – auch Daniel ist nicht ursprünglich von hier. Er kam vor etwa 15 Jahren aus der Schweiz hierher und hat Tina & Michael das Haus in dem sie jetzt wohnen vermittelt. Aber auch mit ihm habe ich zu 98% nur Englisch gesprochen (die restlichen 2% waren Schwizer- und Hochdeutsch, wobei das Deutsch meinersets 1,99999% Hochdeutsch war :D)

Daniel ist ein klasse Typ, sehr sportlich, sympathisch und freundlich. Er lud uns ein mit seinem Boot eine Runde zu drehen und Waveboarding auszuprobieren. Also eroberten wir Lake Norman und ich muss zugeben ich war etwas nervös, immerhin hatte ich noch nie ein Brett bzw Ski unter meinen Füßen. Doch dank Daniels super Erklärung klappte es direkt beim ersten Versuch, das überraschte nicht nur mich sondern auch alle anderen an Bord.

Am Abend gingen wir mit Freunden essen, darunter waren auch Daniel und die beiden vom Brunch so wie noch weitere Leute, deren Namen ich leider vergessen habe 🙁

Montagfrüh verließ uns Michael da er für seinen Job nach Atlanta reisen musste. Sehr schade, er ist ein toller Typ und ich hätte gerne noch mehr Zeit mit ihm verbracht. Den Nachmittag über waren Tina und ich wieder bei Daniel zu Besuch. Ich war zunächst schwimmen ehe wir mit dem Boot aufs Wasser gingen um erneut zu Waveboarden. Dieses mal klappte es sogar noch besser und ich konnte minutenlang über die Wellen reiten. (So Facebook will kann ich davon ein, zwei Videos hochladen 🙂 ). Der Abend diente dann der Entspannung, während Tina im Fitnessstudio ihrem Workout nachging gönnte ich mir die neusten Folgen „Fuller House“ (absolut Empfehlenswert).

Der Dienstagmorgen war ebenso im Zeichen der Entspannung, nachdem Frühstück schaute ich nur etwas fern und sortierte meine Bilder. Nachmittags holte mich Daniel ab und nahm mich zu einer Hausbesichtigung mit. (Habe ich schon erwähnt das er Immobilenmarkler ist?) Anschließend besuchten wir das GoPro Motorplex Festival in Mooresville. Dort kann man für gewöhnlich Kart fahren, doch an diesem Abend war dort auch eine Tuningmesse. Es wurden die verschiedensten Arten von Autos, egal ob Sportwagen, Oldtimer oder Trucks, ausgestellt.

Tja und wie das so ist im Leben – man sieht sich immer zweimal. Heute, also Mittwochs, verbrachte ich den Tag zunächst mit Shopping in der Northlake Mall ehe ich am Abend erneut zum GoPro Motorplex Gelände aufbrach. Die Ausstellung war bereits am Vortag zu ende, so war glücklicherweise kaum etwas los. Zusammen mit Tina traff ich dort auf Freunde von ihr, Jay und Frank. Wir drehten einige Runden im GoKart und unterhielten uns noch etwas.

Und jetzt sitze ich hier und schreibe meinen Blog, naja schrieb. Morgen Mittag geht es weiter naaaaaaaaaaaaaaaaach…. South Carolina. Genauer gesagt nach Charleston. Jedem dem ich erzählt habe das ich dort hingehe hat mir nur gesagt „Oh wow, Charleston is so beautiful and there’s a lot of stuff to do.“ Ich bin schon ganz gespannt was mich bei meinem nächsten Halt durch dieses verrückte, aber doch wunderschöne Land so erwartet 🙂 Ich werde dann asap von meine  Eindrücken aus SC berichten.

Stay tuned.

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