Die Bewerbung

Bei mir hat es tatsächlich geklappt, auch wenn man es noch nicht so recht glauben kann. Ihr wollt vermutlich auch wissen, wie es geklappt hat, das erkläre ich euch gerne.

Im August 2015 habe ich mich beworben. Es sind wirklich einige Seiten auszufüllen, voller Daten über einen selbst und warum man das machen möchte, wo man hin möchte, welche weiteren Erwartungen man hat. Als ich die Bewerbung abgeschickt habe, muss ich zugeben, hatte ich eher eine geringe Erwartungshaltung, da man damit rechnet, dass sich ja so unglaublich viele bewerben, aber nach all den Seiten mit Gedankenspielen, wo man alles zwischen Florida und Kalifornien hinkommen könnte, mit umso mehr Lust auf dieses Abenteuer.

Irgendwann, ganz unerwartet, kam dann das erste Schreiben von der GIZ, dass man mich gerne im November bei einem Vorstellungsseminar in Berlin kennenlernen möchte. Noch schnell das Englisch und Geschichtswissen etwas aufbessern, Hotel gebucht und Urlaub genommen und schon ging es los. Nachdem ich noch einen Herd in Spandau für meinen Papa abgeholt habe, was tut man nicht alles für die Familie, ging es durch den Berufsverkehr von Berlin durch die ganz Stadt, im dunkeln und, nennen wir es eigeschränkte Sicht durch den Rückspiegel. Na toll, aber zumindest blieb mir ja noch eine Nacht. In einem Zimmer mit vier Betten, trotz Einzelzimmerbuchung, aber man gönnt sich ja sonst nichts, wartete ich ungeduldig den morgigen Tag ab. Was wird mich erwarten? Wie sind die anderen Teilnehmer?

Nach einer Nacht mit einigen, umherkreisenden Gedanken, erwartete mich ein kleines Teamwork mit einem Vortrag über die Geschichte Deutschlands, einem Einzelgespräch mit einer kleinen, englischen Aufgabe und dem angekündigten, schriftlichen Englischtest sowie der Abfrage einiger politischer und geschichtlicher Daten von Deutschland und den USA.

Als ich diesen anstrengenden Tag geschafft habe, guckte ich mir noch ein paar Tage Berlin an und wartete dann ungeduldig auf die nächsten Wochen.

Wird man genommen, hat es gereicht? Es half alles nichts, mehr als Warten ging nicht, leider.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *