{"id":306,"date":"2016-11-07T17:44:15","date_gmt":"2016-11-07T17:44:15","guid":{"rendered":"http:\/\/33ppp.de\/nina\/?p=306"},"modified":"2016-11-07T17:44:15","modified_gmt":"2016-11-07T17:44:15","slug":"und-sonst-so","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/33ppp.de\/nina\/2016\/11\/07\/und-sonst-so\/","title":{"rendered":"Und sonst so?"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/twitter.com\/share?url=https%3A%2F%2F33ppp.de%2Fnina%2F2016%2F11%2F07%2Fund-sonst-so%2F&amp;count=none&amp;text=Und sonst so? - #mingagoesamerica\" class=\"twitter-share-button\">Tweet<\/a><\/p><p>Nat\u00fcrlich bin ich nicht nur unterwegs, sondern bleibe auch mal daheim &#8211; gibt hier ja auch gen\u00fcgend zu tun. Da mein Oktober sehr &#8222;busy&#8220; wegen Mid-Term war, gibt es jetzt ein kleines Update, was sonst so passiert ist in der letzten Zeit &#8211; es hat sich n\u00e4mlich ein bisschen was ge\u00e4ndert.<\/p>\n<p><strong><span style=\"text-decoration: underline\">College:<\/span><\/strong><\/p>\n<p>Mittlerweile hei\u00dft es am College Endspurt, die letzten vier Wochen sind angebrochen. Es l\u00e4uft aber alles super, die A&#8217;s rasseln nur so durch und es ist interessant, die amerikanische Sicht auf die Weltwirtschaft kennenzulernen. Am meisten mag ich meine Speech-Class. Vor einer Woche habe ich dort meine &#8218;persuasive&#8216; Speech gegeben. Thema: &#8222;How studying abroad brings benefit to your life &#8211; why everyone should study abroad at one point in his\/her academic career&#8220;. Das Thema lag\/liegt mir sehr am Herzen, da viele meiner Mitstudenten keine Ahnung davon haben, dass sie auch im Ausland studieren k\u00f6nnen. Viele von ihnen haben auch noch nie Amerika bzw. Tennessee verlassen &#8211; als ich davon das erste Mal geh\u00f6rt habe, war ich sehr erstaunt. W\u00e4hrend meiner Rechere habe ich aber herausgefunden, dass das gar keine Seltenheit ist. Nur 10 % der amerikanischen Studenten studieren w\u00e4hrend ihrer Studienzeit im Ausland. Damit liegt Amerika im Ranking der L\u00e4nder, aus denen internationale Studenten kommen auf Platz 8. Deutschland liegt, hinter China und Indien, auf Platz 3. Ber\u00fccksichtigt man, dass aus China und Indien die meisten Menschen unserer Bev\u00f6lkerung kommen, ist das wirklich sehr gut.<\/p>\n<p><strong><span style=\"text-decoration: underline\">Gastfamilie:<\/span><\/strong><\/p>\n<p>Mitte Oktober, zwei Tage nach meiner R\u00fcckkehr aus Denver, habe ich die Gastfamilie aufgrund einiger Probleme gewechselt. Da es sehr schwer ist Gastfamilien zu finden, lebe ich jetzt mit meinem College Coordinator und seiner Frau zusammen. F\u00fcr mich ist diese L\u00f6sung ideal und ich f\u00fchle mich sehr wohl. Mittlerweile bin ich auch voll und ganz angekommen in Amerika und f\u00fchle mich wie Zuhause. Durch meine neue Familie habe ich nun auch mehr Leute in Oak Ridge kennengelernt. Freunde habe ich &#8211; endlich &#8211; auch gefunden. Das bringt mich dann auch gleich zu meinem zweiten Punkt.<\/p>\n<p><strong><span style=\"text-decoration: underline\">Freunde:<\/span><\/strong><\/p>\n<p>Dieses Thema hat mich eine Menge Nerven und auch die ein oder andere Tr\u00e4ne gekostet, da ich es mir wesentlich einfacher vorgestellt habe in Amerika Freunde zu finden. Wieso es so schwer war Freunde zu finden? Ich habe dar\u00fcber lange nachgedacht und schlie\u00dflich vier Gr\u00fcnde gefunden. Zum Einen liegt es daran, dass ich aus Deutschland im Umgang mit internationalen Studenten ganz anderes gewohnt war. Als ich durch eine Freundin Ende M\u00e4rz die Erasmusstudenten aus Frankreich, Kanada und Amerika kennenlernte, war ich, wie alle anderen auch, total begeistert und wir hatten gro\u00dfes Interesse, mehr \u00fcber das jeweilige Land zu erfahren. Weil die &#8218;international students&#8216; w\u00e4hrend ihrer Zeit &#8218;abroad&#8216; ja auch was erleben sollten, haben wir des \u00d6fteren was mit ihnen unternommen. Mit der Erwartung, dass die Menschen in meiner neuen Heimat genauso an Deutschland und mir interessiert sind, wie wir es waren, bin ich in Oak Ridge angekommen &#8211; und wurde, wie schon erw\u00e4hnt, schnell eines Besseren belehrt. Am Anfang war, bis auf meine Professoren und einige \u00e4ltere Leute, niemand an mir oder meinem Herkunftsland interessiert. Auch sonst gab es eher wenig Gespr\u00e4che. Erst nach fast einem Monat haben meine Mitstudenten dann mal gefragt, wie es denn so in Deutschland ist, wie ich es hier bis jetzt finde und was ich bis jetzt so gemacht habe.<br \/>\nDer zweite Grund ist meiner Meinung nach der, dass wir nur drei Internationale Studenten sind. Im Gegensatz zu anderen Teilnehmern, wo teilweise mehr also 100 Internationale Studenten an der Uni sind, mit denen man aufgrund der Tatsache, dass man in der gleichen Situation ist, sowieso von Anfang an eine &#8218;besondere Verbindung&#8216; hat, ist das also nichts. Nat\u00fcrlich haben wir &#8218;International Students&#8216; am College, gerade am Anfang, viel miteinander unternommen, aber man m\u00f6chte ja auch gerne noch andere Leute kennenlernen.<br \/>\nEin weiterer Grund ist, dass jeder, der am College studiert, nebenbei arbeitet um die hohen Kosten zu finanzieren. Da bleibt f\u00fcr Freizeit und Freunde nicht mehr viel Zeit \u00fcbrig und schon gar nicht, um jemand &#8218;Fremden&#8216; seine Heimat zu zeigen. Der vierte und letzte Grund ist f\u00fcr mich gleichzeitig der verr\u00fcckteste und krasseste. Im Gegensatz zu Deutschland, wo man eher schief angeschaut wird, wenn man mit 16 schon ein Kind hat, ist das hier in Tennessee v\u00f6llig normal. Die meisten der M\u00e4dels am College haben kurz nach Graduation von der High School ihr erstes Kind bekommen. Die, die noch kein Kind haben, haben dann aber entweder seit Jahren einen Freund, sind schon verlobt oder gar verheiratet &#8211; was ist denn nur los mit euch, Leute?<\/p>\n<p>Aber manchmal braucht es einfach Zeit, bis die Dinge gut werden und nach 3,5 Monaten habe ich, wie anfangs schon erw\u00e4hnt, auch dank meiner Gastfamilie, Freunde gefunden. Jetzt habe ich auch hier meine M\u00e4dels, mit denen ich Dinge unternehmen kann. Und das Beste: sie haben keine Kinder, sind nicht verlobt, auch nicht verheiratet, lieben das Reisen genauso wie ich und waren alle schon zum studieren im Ausland &#8211; Volltreffer! \ud83d\ude42<\/p>\n<p>Und zum Abschluss noch etwas \u00fcber die Leute hier.<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline\"><strong>Die Amerikaner:<\/strong> <\/span><\/p>\n<p>Es ist schwer eine Definition f\u00fcr &#8222;DEN Amerikaner&#8220; zu finden. Die vorherschenden Klischees werden, wie bei uns auch, nicht von Jedem erf\u00fcllt. Klar gibt es diejenigen, die gerne und viel Fast-Food essen, etwas rundlich sind, die ihre Waffe lieben und gro\u00dfe Autos fahren. Aber es gibt auch diejenigen, die viel Wert auf gutes und gesundes Essen legen, f\u00fcr die Sport eine hohe Priorit\u00e4t hat, die \u00fcber die Waffenlobby den Kopf sch\u00fctteln und die sich auch mit einem kleineren Auto zufrieden geben. Es gibt nat\u00fcrlich noch mehr Klischees und manche Klischees werden auch erf\u00fcllt, aber man kann sie eben nicht alle in einen Topf schmei\u00dfen. Jeder ist auf seine Weise &#8222;DER Amerikaner&#8220;.<br \/>\nMit den Klischees werde ich mich aber in einem meiner n\u00e4chsten Beitr\u00e4ge nochmal ausf\u00fchrlich auseinander setzen und versuchen, Antworten auf die bekanntesten Klischees zu geben.<\/p>\n<p>Eines aber haben sie dann doch alle gemeinsam: Erz\u00e4hlt man ihnen, dass man aus Deutschland kommt sind die Reaktionen immer &#8222;Oh you&#8217;re from Germany how awesome! My grand-grand-grandfather\/grand-grand-grandmother was from Germany, too!&#8220; oder &#8222;Oh you&#8217;re from Germany how awesome! I always wanted to go to Germany!&#8220; &#8211; man muss unsere amerkanischen Freunde ja schon irgendwo lieben \ud83d\ude09<\/p>\n<p>&#8230; und was die Politik bzw. die Wahlen momentan betrifft: Je n\u00e4her die Wahl r\u00fcckt, desto aufgregter werden die Leute. Aber bald wissen wir ja mehr und in meinem n\u00e4chsten Blog berichte ich dann einmal ausf\u00fchrlich \u00fcber die letzten Wochen vor der Wahl und wie das Ergebnis hier aufgenommen wurde.<\/p>\n<p>Bis dahin, take care!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p class=\"excerpt\">TweetNat\u00fcrlich bin ich nicht nur unterwegs, sondern bleibe auch mal daheim &#8211; gibt hier ja auch gen\u00fcgend zu tun. Da mein Oktober sehr &#8222;busy&#8220; wegen Mid-Term war, gibt es jetzt ein kleines Update, was sonst so passiert ist in der letzten Zeit &#8211; es hat sich n\u00e4mlich ein bisschen was ge\u00e4ndert. 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