Jobsuche

applications, applications, applications… so hieß die Devise der letzten 30 Tage. Seit Ende Oktober habe ich versucht einen Job zu finden um auf den amerikanischen Arbeitsmarkt Fuß zu fassen. Nach über 40 Bewerbungen, die ich online ausgefüllt, persönlich in Firmen eingereicht, oder auch initiativ abgegeben habe, konnte ich gestern einen Job in einem 5 Sterne Hotel ergattern. Neben Bewerbungen, die ich in Unternehmen eingereicht habe, um mich für einen kaufmännischen Job zu bewerben (welche meine vorherigen Tätigkeiten in meiner Ausbildung wiederspiegeln), bewarb ich mich auch bei unzähligen Hotels aber auch in Kinos und im Einzelhandel. Nach mehreren Gesprächen mit verantwortlichen Personen der Personalabteilung in diesem Hotel, wurde mir gestern nach dem Vorstellungsgespräch ein Job als service runner angeboten.
Die Stelle wurde nach meinem Wunsch von einer Teilzeit- auf eine Vollzeitstelle geändert. Starten kann ich nach meinem College Semester, mitte Dezember. Lediglich die Ergebnisse des durchgeführten Drogentests müssen noch abgewartet werden, dann kann es losgehen.

Es gibt einige Schwierigkeiten hier in den USA einen Job zu finden. Die größte ist meiner Meinung nach die, dass Unternehmen Stellenausschreibungen erstellen und schleunigst nach neuen Angestellten suchen. Das hängt damit zusammen, dass es üblicherweise keine Arbeitsverträge zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber gibt. Daher gibt es auch keine Kündigungsfristen. Somit verlassen Angestellte von einen auf den anderen Tag das Unternehmen, oder werden von jetzt auf gleich gekündigt. Eine Personalbedarfsplanung für mehrere Wochen oder Monate im Voraus fällt daher schwer. Daher können die wenigsten Unternhemen sagen, ob und wie viele neue Mitarbeiter im kommenden Jahr benötigt werden. Außerdem läuft in den USA viel mehr über persönliche Kontakte. Gute Kontakte zu einer Firma erhöhen die Chance dramatisch dort einzusteigen. Außerdem ist man es aus Deutschland gewohnt von Firmen eine kurze Rückmeldung über eingereichte Bewerbungen zu bekommen oder eine Einladung zu einem Vorstellungsgespräch bzw. eine Absage zu erhalten. In den USA ist es oft üblich, dass dies nicht geschiet. Um die starke Interesse an einem Job zu unterstreichen, wird von einigen Firmen oft erwartet, dass sich der Bewerber nach Einreichen der Bewerbung noch einmal telefonisch, per Mail oder persönlich meldet. Es kann nicht davon ausgegangen werden, dass sich ein Unternehmen von sich aus meldet. Ein weiteres Problem ist, dass wir lediglich 6 Monate arbeiten und eine gewisse Sprachbarriere besteht. Das kommt der Jobsuche nicht sonderlich zugute.

Nichtsdestotrotz habe ich jetzt einen Job gefunden und freue mich auf die neuen Erfahrungen in den kommenden Monaten!

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