Vom Ziel, Hinfallen, Aufstehen, Zittern und Reisen

Meine letzten Monate waren aufregend, anstrengend, von Momenten der Hoffnung, der Enttäuschung und der steigenden Leidenschaft gefüllt.

Im Januar habe ich mein Praktikum an der Harvard Medical School begonnen. Ein Traum wurde war. Ich habe mich schnell wieder an die Arbeit, das neue Labor und die Arbeitskollegen gewöhnt. Auch wurden mir eigene kleine Projekte zugeteilt und ich habe das Arbeitsleben wieder in vollen Zügen genossen.

Mit meinem Chef habe ich nach ein paar Wochen schon über meine Zukunftsplanung gesprochen. Was ich mir vorstelle nach diesem Auslandsaufenthalt zu erreichen und was möglich ist.

Wir haben herausgefunden, dass ich mich noch an der Stony Brook University für die Graduate School bewerben kann. WAS? Ich, mein Ph.D? Wahnsinn! Wird mein American Dream vielleicht wahr?

Der März war voll mit Toefl Test, GRE Test, Statement of purpose schreiben, zudem kam noch das midterm Seminar in Washington DC (es war super schön meine PPP-Freunde wieder zu sehen und bei 75 Leuten lernt auch immer wieder neue kennen).

Ich durfte mich dann auch an der Universität persönlich vorstellen und hatte Interviews mit 12! Professoren. Am Ende war es  dann so, dass beide Departements mir eine Stelle anbieten wollten, doch die höhere Instanz benötigt einen Brief, einen Brief  von meiner Berufsschule aus Deutschland. Dies bedeutete wieder ran, Emails schreiben, Leute nerven und alles versuchen was geht. -Man denkt hier in den USA ist alles möglich?  Leider nicht, wenn sich die deutsche Bürokratie entgegenstellt.

Leider ist meine American Dream Blase somit geplatzt!

Nach einigen Tagen der Frustration, habe ich mich nach anderen Möglichkeiten umgesehen. Aufgeben? Das kommt mir nicht in die Tüte. Wenn nicht die USA, dann vielleicht in den Niederlanden?

Also bewerbe ich mich gerade für einen Masterstudiengang in den Niederlanden, auch dies gestaltet sich leider nicht so einfachen, doch mal sehen was kommt.

Was sonst noch so los war?

Anfang April bin ich nach Atlanta und Nashville geflogen. Ich bin also dem Wetter des Nordens entflohen, um dem Frühling etwas entgegenzugekommen. Es war ein super tolles Wochenende, habe coole Leute kennen gelernt (couchsurfing ist einfach die beste Art zu reisen) und viel gesehen. Ein paar Eindrücke der Reise könnt ihr in meiner gallery gewinnen, möchte euch jetzt nicht mit einem umfassenden Reisebericht nerven. Nur soviel, auf jeden Fall sehenswerte Städte 🙂

Zusammengefasst waren also die letzten Monate psychisch und auch irgendwie physisch anstrengend, aber es hat sich definitiv gelohnt.  All die Erfahrung, Erkenntnisse und Arbeit haben mich in meinem Traum nur bestärkt, diesem auch etwas näher gebracht und ich weiß, dass ich ihn irgendwann erreiche, ob in Europa oder den USA.

Ich bin meinen Arbeitskollegen und vorallem Michael, meinem Chef, unglaublich dankbar für ihre Unterstützung und großartige Hilfe.

Nun sind erstmal meine zwei Besten hier und die Zeit werde ich in vollen Zügen genießen 🙂

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