One month left in Nebraska…

Mein letzter Blogeintrag ist schon knappe 5 Monate her… Und da ich in genau einem Monat Nebraska verlassen und zu meinem Roadtrip aufbrechen werde gibt es hier eine Zusammenfassung was sich so im groben in den letzen 5 Monaten getan hat.

Januar: Bereits Ende Oktober begann ich mit Bewerbungen schreiben, was wohl nicht früh genug war. Eigentlich sollten wir bis Januar einen Job haben bzw. diesen antreten. Immerhin hatte ich schon einige Job Interviews , aber noch keine konkreten zusagen. Ein anderes Highlight war die Inauguration am 20. Januar, die Amtseinführung des 45. US Präsidenten Donald Trump, welche ich gespannt vor dem Fernseher verfolgte. Entgegen aller Erwartungen geschah, abgesehen von einigen Ausschreitungen und Demos, nicht wirklich viel.

Februar: Besser spät als nie – nach wochenlangen Suchen und von einem Job Interview zum anderen hetzen hatte sich die Mühe gelohnt, ich hatte endlich eine Job zusage. Am 13.02 trat ich meine Stelle bei Fidelity & Guaranty Life an, eine Lebensversicherungsgesellschaft. Wer also Fragen zu seiner Lebensversicherung in den USA hat – immer her damit 😉 Wenn man sich mit der Materie erstmal genauer beschäftigt, sind Versicherungen gar nicht mehr so kompliziert.

März: Das absolute Highlight im März war das Midterm Seminar von Cultural Vistas in D.C. Vom 05.03 bis zum 08.03 gab es „das große Wiedersehen“ mit fast allen PPPlern (abgesehen von denen die das Programm vorzeitig abgebrochen haben). Das Seminar diente dazu uns auszutauschen über Themen die wir im Vorfeld recheriert hatten, ich war in der Gruppe „Role of the media in the U.S“ Wir hatten außerdem Gastsprecher von vom US Department of State und von der deuten Botschaft. Wir hatten zudem einen Führung durchs Kapitol, sowie die Möglichkeit unseren Kongresabgeordneten zu treffen. Mein Kongressabgeordenter, Jeff Fortenberry wusste nur leider nichts von seinem Glück, geschweige den von unserem Treffen. Also berichtete ich einem seiner Mitarbeiter über das CBYX Programm und bedankte mich stellvertretend für die einmalige Chance die dieses Programm bietet. Im Anschluss an die 3 Tage habe ich die Chance genutzt und meine Freunde in Virginia besucht. Jon & Drew bei denen ich bereits während meiner Homestay Tour untergekommen war holten mich in D.C ab. Am Freitag gingen wir zur Sky Zone in Fredericksburg, einem Trampolinpark. Mehr oder weniger ein Riesenspielplatzfür Erwachsene 😀 Am Abend kochten Jon und ich zusammen Jägerschnitzel mit Spätzle für alle. Gemeinsam mit Sean, Max & Maggie feierten wir am Samstag dann den St. Patricksday in D.C ehe ich am Sonntag nach Lincoln zurück kehrte.

April: Der April war eher ruhig, das einzige „Besondere“ das ich hier unternommen habe war ein Wochenend Trip nach Denver mit einigen meiner Freunde. Wir schauten uns die Stadt an und gingen Stil echt im „Casa Bonita“ essen. Southpark Fans wissen bescheid.

Mai: Und so schnell vergeht die Zeit, noch knapp 2 Monate sind übrig von meinem Auslandsjahr. Immerhin konnte ich jetzt im Mai einen weiteren Punkt von meiner Bucketlist streichen – den Yellowstone Nationalpark. Ich flog am Mittwoch den 17 nach Boise, Idaho wo ich mir zuerst die Haupstadt des „Kartoffel“ Staates ansah, ehe mich Pia und Philipp (ebenfalls PPP Teilnehmer) abholten. Beide sind in Twin Falls platziert, von wo wir unsere Reise gen Montana & Wyoming am nächsten Tag starteten. Pias Freund Wesley schloss sich uns an und zu 4t fuhren wir knappe 5h zu unserem AirBnb, welches ca. 30 Minuten vom West Eingang des Parkes entfernt lag. Dort angekommen packten wir schnell aus und fuhren weiter Richtung Park um die ersten unvergesslichen Eindrücke zu sammeln. Allein jetzt hatte sich der Trip schon gelohnt. Wenige Minuten nach dem Eingang sahen wir das erste Bison, welches sich genüsslich an einem Baum kratzte. Weiter zu Geysiren und „Pools“ die die unterschiedlichsten Farben behinhalteten – von leuchten Gelb, zu Blau mit Grün oder komplett Rot – einfach unglaublich schön. Gegen Morgen des 19ten stießen Daniela und Alex zu unserer Gruppe hinzu (beide ebenfalls PPP Teilnehmer). Wir schliefen aus und fuhren dann zu 6t in den Nationalpark. Unsere Ziel war „Old Faithful“ – der bekannteste Geysir der Erde! Seine Ausbrüche sind in etwa regelmäßig und lassen sich daher bestens vorhersagen. Ein unglaubliches Naturspektatkel, welches man einfach gesehen haben muss. Wir erkundeten die anliegende Route um Old Faithful und shoppten dann noch das ein oder andere Souvenir ehe wir unseren Weg fortstetzten. Bereits den Tag davor machte Pias Auto seltsame Geräusche (der Motor klang teilweise wie ein Traktor) und als wir den nächsten Stop einlegten (also als wir uns von Old Faithful entfernt hatten) wieß ein älterer Herr Pia darauf hin den Motor von einem Mechaniker im Park überprüfen zu lassen, welcher sich nahe Old Faithful befindet. Gesagt getan, wir machten uns also auf den Weg zurück und das Geräusch wurde schlimmer, gerade als wir den Parkplatz erreichten machte es einen lauten Schlag – der Riemen der den Ventilator antreibt und für die Elektrizität verantwortlich ist, sowie ein Rädchen waren teilweise ein bzw abgerissen. Und hier begann ein kleines Abenteuer. Immerhin hatten wir es zum Mechaniker geschafft, dieser schaute sich den Schaden an und meinte das er die Teile wohl bis Montag bekommt und einbauen könnte – zu spät für uns. Abschleppen war nun die Alternative. Glücklicherweise hatte Pia Triple A (das ADAC Amerikas) – welches uns aber nur außerhalb des Parkes abschleppen könnte und für maximal 7 Meilen, jede extra Meile würde extra kosten. Die Mechaniker im Yellowstone haben nämlich ein exklusiv recht zum abschleppen innerhalb des Parks, und das hat seinen Preis. $383,40 um genau zu sein. Für etwa 50km abschleppen (nur zum West Ausgang).  Also musste eine alternative her, Alex und Daniela überlegten zurück per Anhalter zufahren und uns mit Danielas Auto abzuholen und die Teile außerhalb des Parks zu besorgen. Währenddessen hatten Wes und ich die Idee es einfach zu versuchen und mit dem Auto zurückzufahren und mindestens einen Teil des Weges zu schaffen. Immerhin wäre das abschleppen dann etwas billiger. Wes telefonierte noch mit seinem Opa um nach Rat zu fragen, wir nahmen daraufhin den Riemen ab und öffneten die Motorhaube etwas um die Kühlung zu erhöhen. Ohne Elektrizität und Power Steering versuchten wir unser Glück. Und davon hatten wir mehr als genug – auf unserem Weg zum Ausgang wichen wir ganz knapp einem Bison aus, das dabei war die Straße zu überqueren – Bremsen war keine Option. Und wir schafften es tatsächlich, wir erreichten den Ausgang und nur wenige Sekunden später starb die Batterie. Wenigstens konnten wir nun von Triple A abgeschleppt werden. Wir feierten in einem nahe gelegenem Restaurant, immerhin hatten wir knapp $400 gespart. Das Auto wurde abgeschleppt und in eine nahe gelegene Werkstatt gebracht. Das einzigste Problem war jetzt nur noch wie wir zurück zum Apartment kommen. Uber und Taxi waren entweder nicht vorhanden oder viel zu teuer. Glücklicherweise hatten wir eine super Bedienung die in der Küche nachfragte und so fuhr uns der Koch des Restraurant nach Dienstschluss zurück. Das Auto war fix am nächsten Morgen gegen 9 repariert und wir konnten uns einen weiteren Tag im Yellowstone gönnen. Mit Sonnenbrand im Gesicht und Nacken ging es am Abend zurück nach Twin Falls, welches wir kurz nach Mitternacht erreichten. Bevor ich am Sonntag heim flog zeigten mir Pia, Philipp und Wes noch etwas Twin Falls. Den wunderschönen Canyon und zahlreiche Wasserfälle (wir kletterten sogar hinter einen). An sich eine wunderschöne Stadt mit wahnsinnig viel Natur drum herum, an dieser Stelle nochmal ein herzliches Dankeschön an die beiden das sie sich die Zeit genommen haben mir „ihre“ Stadt zu zeigen und natürlich das sie mich vom Flughafen abgeholt und dort zurück gebracht haben.

In exakt 4 Wochen bricht dann der letzte Teil meines USA Aufenthalts an, ich habe eine Tour geplant die in etwa an meine Homestay Tour rankommt. Auch wenn es nie wieder etwas vergleichbares geben wird, wie meine ersten 5 Wochen in den Staaten so freue ich mich schon sehr auf das wiedersehen mit einem Teil meiner Familie und die Westküste der USA zu entdecken 🙂 näheres berichte ich dann wahrscheinlich sobald ich wieder zurück in Deutschland bin. Es ist einfach wahnsinn wie schnell die Zeit hier verfliegt, ich werde Nebraska und meine Freunde hier in den Staaten wahnsinnig vermissen. Dennoch freue ich mich schon etwas auf Zuhause, meine Familie und Freunde wieder zusehen 🙂

 

Stay tuned

 

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