No. 3 • CPCC

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Heute möchte ich Euch gerne mein College vorstellen: Das Central Piedmont Community College (CPCC) in Charlotte, North Carolina. Nachdem ich in meiner ersten Woche dort vor allem organisatorische Dinge erledigt habe, ging es diese Woche offiziell los und ich hatte zum ersten Mal meine Kurse.

Das CPCC hat laut wikipedia.de 70.000 Studenten, was ich in den letzten Tagen hinterfragt habe. Leider konnte mir das keiner genau bestätigen. Fakt ist aber: Es handelt sich um eins der größten Colleges in North Carolina und hat allein sechs Campusse, wobei sich für mich alles auf dem Central Campus abspielt.

Generell ist zu sagen, dass das College in Amerika kaum mit den deutschen Universitäten zu vergleichen ist. Zunächst einmal kann man ein College als ein Mix aus Volkshochschule, Berufsschule und Fachhochschule bezeichnen. Des Weiteren gleichen die „Vorlesungen“ mehr dem Unterricht in der Schule: Es gilt also Anwesenheitspflicht, Pünktlichkeit, Hausaufgaben, regelmäßige Tests und die Kursgrößen entsprechen in etwa denen einer Schulklasse. Mein College ist außerdem ein Community College, was bedeutet, dass viele Kurse am Abend statt finden oder Online angeboten werden, da viele der amerikanischen Studenten ihren Vollzeit-Jobs nachgehen müssen, um die hohen Studiengebühren bezahlen zu können und um Ihren Lebensunterhalt zu bestreiten.

Die Kosten für Bildung sind wirklich erschreckend hoch. Am CPCC kostet ein Credit (= eine Unterrichtsstunde) mal eben locker flockig 268 $. Außerdem haben meine zwei Lehrbücher zusammen einen Wert von geschlagenen 550 $ (dank „Finanicial Aid“ vom CPCC musste ich diese zum Glück nicht zahlen)! Ich hoffe, dass der ein oder andere deutsche Student diesen Beitrag liest und dankbar für unser Bildungssystem  ist. Ich meine, während meiner Ausbildungszeit wurde ich sogar noch dafür bezahlt, dass ich was lerne.

Aber zumindest mit meinem Stundenplan kann ich ganz gut leben:

MONTAG 18 – 21 UHR: INTERNATIONAL BUSINESS

DIENSTAG & DONNERSTAG 10.30 – 12. 35 UHR: ACCOUNTING

Außerdem werde ich voraussichtlich einmal die Woche den Kurs HAWAIIAN HULA DANCE FITNESS und an einem Wochenende den Kurs KAYAKING FOR BEGINNERS belegen.

So entspannt das alles auch klingen mag: Diese Woche durfte ich schon am eigenen Leib erfahren, was Hausaufgaben im College bedeuten. Für meine ersten Hausaufgaben benötigte ich sieben Stunden und das in einem Fach was ich eigentlich in – und auswendig kenne (Buchhaltung). Wobei für mich natürlich erschwerend hinzu kam, dass ich keinen der englischen Fachbegriffe beherrschte und erstmal alles übersetzen musste, um es zu verstehen.

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Nachdem ich also in dieser Woche sehr fleißig war, konnte ich das Wochenende entspannt angehen: Wir hatten Freitag und Samstag Abend Besuch, spielten Billard und Tischtennis im hauseigenen „Partyraum“ und genehmigten uns ein Glas deutschen Wein zu guter Musik. Außerdem war ich mit meiner Gastmum am Samstag einkaufen und mir wurden mal wieder die amerikanischen Dimensionen vor Augen geführt: Anstatt einer einzigen Gefriertruhe mit Ice Creme, wie ich es aus Deutschland gewohnt bin, gab es gleich einen ganzen Gang voll, links und rechts, nur mit Gefrierschränken voller EIS! Vergesst außerdem die 1l – Tetrapacks mit Milch aus Deutschland: Hier kauft man entweder gleich einen 4l-Kanister oder trinkt halt keine Milch.

So, das war’s von mir, ihr Lieben! Habt eine schöne neue Woche und vergesst nicht, auch mal an Euch zu denken.

Love, Christina

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2 Kommentare

  1. Mit viel Interesse lese ich Deinen Blog und freue mich immer wieder Neuigkeiten zu erfahren.

    lieber Gruß von

    Martina, Caro’s Mutter

  2. Das hört sich alles sehr spannend an. Ich freue mich, dass es dir gut geht. Ich hoffe dein Heimweh hält sich in Grenzen…fühl dich gedrückt . Deine Ex-Kollegin 😉

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