GESPRÄCH MIT DEM ABGEORDNETEN

Die letzte Station in der Bewerbungsphase für das PPP ist das Gespräch mit dem Abgeordneten. Allerdings nicht bei allen: Es gibt unterschiedliche Methoden der Abgeordneten, wie sie sich letztendlich für einen Kandidaten entscheiden. Manche laden Dich zu einem persönlichen Gespräch ein, manche rufen dich kurz an und manche entscheiden anhand der Bewerbungsunterlagen. Bei  der Auswahltagung wurden wir darüber informiert, dass sich die Abgeordneten, die uns persönlich kennen lernen wollen, bis zum 31. Januar 2016 bei uns melden würden. Somit hatte ich mit Ablauf diesen Tages damit abgeschlossen und dachte, dass es kein Gespräch mehr für mich gibt – aber Pustekuchen!

Anfang Februar bekam ich also aus dem Wahlkreisbüro der CDU einen Anruf mit der Einladung zu einem kleinen Interview. Leider handelte es dabei um einen Abgeordneten aus einem anderen Wahlkreis. Das kommt manchmal vor, da es Bewerber aus mehr als 75 Wahlkreisen gibt.

Somit wurden ein anderer Bewerber und ich am 10. Februar 2016 in das besagte Wahlkreisbüro eingeladen. Zuerst war ich an der Reihe und hatte ein bisschen Zeit mich mit dem Geschäftsführer zu unterhalten und mit ihm einen Kaffee zu trinken. Leute Leute, was war ich aufgeregt! Ich wollte absolut alles richtig machen! Aber der Geschäftsführer war super freundlich und hat mir die Aufregung ein bisschen genommen. Dann kam der Bundestagsabgeordnete hinzu und auch mit ihm führte ich ein lockeres Gespräch. Hier gibt es keine Vorgaben und jeder Abgeordnete geht etwas anders vor: Manche fragen tatsächlich politisches Wissen ab, manche wollen einen einfach nur kennen lernen. Zweiteres war auch bei mir der Fall. Zwar erklärte ich kurz meinen Standpunkt zur aktuellen politischen Situation in Deutschland, aber hauptsächlich erzählte ich etwas über mich.

Nach etwa 45 min. habe ich das Wahlkreisbüro wieder verlassen und ich war echt zufrieden! Es war überhaupt nicht schlimm und beide Gesprächspartner waren absolut sympathisch. Der Abgeordnete erklärte mir bereits im Vorfeld, dass beide Kandidaten gute Bewerbungen abgeliefert hätten und sehr gute Beurteilungen von der GIZ bekommen hätten. Er hatte also eine schwere Entscheidung zu treffen .. am nächsten Tag würde er mich anrufen!

Ich konnte es – mal wieder – kaum abwarten! Die ganze Zeit spekulierte ich hin und her wie gut oder schlecht meine Chancen stehen. Als er mich am nächsten Tag anrief dann die Gewissheit: Er hatte sich gegen mich entschieden und mein Traum platzte!

Die Enttäuschung war sichtlich groß und ich konnte mich im ersten Moment schwer mit dem Gedanken abfinden. Dem anderen Kandidaten gönnte ich den Platz, aber man ist nun mal selber enttäuscht. Aber so ist das Leben – nach ein paar Tagen überlegte ich mir dann schon Alternativen und beschloss, es im nächsten Jahr einfach wieder zu versuchen!

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