Adieu, college!

Adieu, college!

Also: Was ist in den letzten zwei Wochen passiert?

Ich bin endlich so weit: Ein Großteil meiner Volunteer Stunden habe ich endlich abgearbeitet! Mir fehlen nur noch 8 Stunden, und die kann man locker an einem Tag abarbeiten. Also: Womit habe ich meine Stunden verbracht?
Die ersten Stunden gingen bei den Skagit Runners drauf, unserem lokalen Laufverein. Essen und Getränke bei Marathons ausgeben, Stände aufbauen, aufräumen, und was halt sonst noch so anfällt. Dann habe ich einige Stunden mit Genealogy verbracht, zu Deutsch: Ahnenforschung, alte Geburtsurkunden und andere Aufzeichnungen digitalisieren. Und weil das echt nicht zu den spannendsten Aufgaben gehört, habe ich mich bei der Washington Trail Association als Volunteer gemeldet. Hier war es wieder wesentlich interessanter: Mit 20 anderen jungen Erwachsenen ging es auf den Berg, ausgerüstet mit Schaufeln, Meißeln, Seilwinden und und und, um alte Wanderwege auszubauen und neue zu erschließen. Wenn man dann nach einem Tag mit Muskelkater im Bett liegt, weiß man wenigstens, was man geschafft hat. Und man hat wieder neue Leute kennen gelernt, neue Erfahrungen gesammelt und man weiß die Wanderwege wertzuschätzen. Nachteil: Wenn man auch nur 10 Minuten zu spät ist, sind alle schon irgendwo im Wald und man darf wieder nach Hause fahren, da spielt deren Versicherung leider nicht mit. Schade um die anderthalb Stunden Fahrt und das frühe Aufstehen.

Und letzte Woche standen die Finals im College an. Solide gemeistert, straight A in jedem Kurs. Und: Mein Research-Paper hat locker die 100% geholt, geil! Und das als internationaler Austauschschüler 🙂

Weil ich am Montag schon mit meinen Finals durch war, bin ich mit Kay am Dienstag spontan für ein Paar Tage nach Kanada geflohen – den Schnee hatten wir inklusive. Den Dienstag haben wir in Vancouver im Aquarium und im Stanley Park verbracht, der zufälligerweise um das Aquarium herum angelegt ist. Zum Abendessen ging es nach Gas Town, dem ältesten Stadtteil, in eine Microbrewery, das groß angepriesene Kölsch gab es natürlich nicht, dafür andere Leckereien.
Klugscheißerwissen: In Gas Town steht eine der wenigen Steam Clocks, also eine von Wasserdampf angetriebene Uhr. Mit einem Uhrmacher als Vater muss man da natürlich hin, ganz schön anzusehen, die Wände sind zum Glück aus Glas.
Auf Empfehlung unserer Airbnb-Gastgeberin sind wir nachher in der Dunkelheit noch in den VanDusen Botanical Garden, „da gibt es eine richtig schöne Weihnachts-Lichtshow!“. Booom. Spektakulär, für uns deutsche aber echt kitschig – Amerikanische Weihnachtsstimmung pur!

Den Mittwoch haben wir dann noch bis mittags in Vancouver verbracht: Es gab eine schöne Aussicht vom Cypress Mountain (Inkl. Skigebiet: Bitte für die nächsten Wochen vormerken!), mal wieder eine Hängebrücke über Wasserfälle, und einen übertrieben leckeren Burger auf Granville Island. Um danach mit der Fähre nach Victoria zu fahren, wo es einen noch viel besseren Burger gab: Bin 4 Burger Lounge muss man sich unbedingt merken, wenn man in der Gegend unterwegs ist! Donnerstag haben wir dann noch etwas die Umgebung unsicher gemacht: unter Anderem ging es zum Leuchtturm, zum Beacon Hill Park und mal wieder zu einer Weihnachts-Lichtshow, diesmal im Butchard Gardens Botanical Garden. Diesmal wirklich schön und nicht zu kitschig.

Auf der Heimfahrt nach Amerika hat es dann angefangen zu schneien. Und als wir dann Freitagnacht um 2 Uhr in Mount Vernon ankamen, hatten wir eine geschlossene Schneedecke. Auf dem Interstate und auf jeder anderen Straße… Rutschpartie inklusive. Und weil das Wohngebiet von meiner Gastfamilie auf einem Berg liegt, habe ich nochmal zusätzliche 30 Minuten damit verbracht, jegliche Straßen hoch zu fahren, um sie dann wieder rückwärts herunter zu rutschen. Glücklicherweise waren nirgendwo Auto geparkt 🙂

Freitag Nachmittag ging es dann direkt weiter: Weihnachtswochenende! Etwas früh, aber weil das Zeitlich nicht anders geht, wird das bei meiner Gastfamilie jedes Jahr so früh gefeiert. Was heißt das? Die Familien treffen sich irgendwo, wir waren dieses Jahr in Birch Bay in einem Appartmentkomplex untergebracht – mit Whirlpool draußen im Schnee 🙂 Dann gibt es was Leckeres zu essen, Familien treffen wieder aufeinander, es wird ein großes Familienfoto gemacht, und dann ging es wieder ab nach Hause.

Und jetzt packe ich gerade meinen Koffer – morgen früh geht’s ab nach Hawaii!

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