Achja, der Blog

Achja, der Blog

Achja, der Blog.

Da nimmt man sich vor, alle zwei Wochen etwas zu schreiben. Und zwischendurch einen Artikel über die Wahlen. Und man kommt einfach nicht dazu! – Man hat ja auch so viel zu tun! College, Hausaufgaben, Freunde, Reise, meine Güte, ist das anstrengend! 😉

Also, was ist seit dem letzten Eintrag passiert? Wann war der noch gleich? Dritter Oktober? Dann mal los…

Die Woche nach Yellowstone ging es mit Daniela für ein Wochenende in die Berge. Wasserfälle gucken, Berge gucken, und nach Leavenworth, wo man sich als Deutscher richtig wohl fühlt: Oktoberfest, Lederhosen und Dirndl, richtig idyllisch, auf keinem Fall touristisch.
Zwischendurch mal wieder spontan nach Seattle, eine erste (spektakuläre) Hausparty, und es gab den ersten Schnee: Mit Ryo, Jake, Kay und Riv ging es spontan auf einen Hike, den wir dann doch etwas unterschätzt haben: Oben lag Schnee, Riv war natürlich perfekt auf die lange Wanderung vorbereitet: Vans, kurze Hose und T-Shirt. Nachdem wir oben Fotos gemacht haben, die Deutschlandfahne in eine Indonesien- und Japanfahne verwandelt haben, ging’s wieder runter und ab nach Hause.
Nächstes Wochenende: San Francisco! Top Wetter, wir haben eine Fahrradtour quer durch die Stadt gemacht, und durch Zufall ein Diner wieder entdeckt, was wir auf unserem Familientrip vor Jahren spontan entdeckt haben. Zufälle gibts! (Oder wie meine Gastmutter sagen würde: Das Glück der Deutschen!). Am letzten Tag war das Wetter leider nicht mehr soooo gut, im Regen haben Max und ich uns Alcatraz angeguckt. Unglaublich interessant, ein Muss für jeden, der in San Francisco ist!


Und dann sind wir auch schon im November, Rico und Marvin aus Chicago sind zu Besuch! Meinen Auftrag „Was sportliches, steil gehen in Seattle und Natur“ konnte ich erfolgreich ausführen. Das Steil gehen wurde zwar kurzerhand auf Bellingham verlegt, der Grund dafür waren lokale Spezialitäten in Seattle und Schlafmangel. Und der Naturpart war wieder ein typisches Beispiel für das Deutsche Glück: Unten hat es mal wieder ordentlich geregnet, aber oben auf dem Berg (Mal wieder Schnee) war’s trocken. Irgendwie logisch, wenn man über den Wolken ist.Das Wochenende danach: Ab nach Chicago! Ähnliches Programm, allerdings ohne Natur. Spektakulär, Chicago! Komischerweise habe ich das Gefühl, dass Chicago zur PPP-Stadt wird, jedes Wochenende ist irgendwie jemand in Chicago. Wundert mich aber auch nicht, ich würde jederzeit wieder kommen.
Und dann sind wir schon am vergangenen Wochenende: Spontan ging es mit Kay mal wieder auf einen Berg, das übliche: Spektakuläre Aussicht, Schnee, Berge halt. Und während es in Mount Vernon regnet, hatten wir natürlich wieder kein Regen. Deutsches Glück! Und es gab ein lecker Bierchen.

Buuum, mal eben knapp die letzten zwei Monate abgearbeitet. Naja, fast: Gestern war Thanksgiving, zusammen mit Max konnte ich einen Teil der Familie meiner Gasteltern kennen lernen und ein Teil des traditionellen Thanksgiving dinner sein. Being thankful: Dankbar sein. Für das Auslandsjahr, für die Freunde, die man hier gefunden hat, für die Herausforderung, für die großartigen Chancen hier, für so vieles.
Im krassen Gegengensatz dazu: Pünktlich um 00:00 startet der Black Friday, Sonderangebote und überfüllte Geschäfte überall. Und den lässt man sich auch nicht entgehen und fährt mitten in der Nacht in die Seattle Premium Outlet Mall, um dort verzweifelt nach einem Parkplatz zu suchen und sich über die Leute wundern, die in Schlangen vor den Geschäften stehen. Und weil Black Friday ist, habe ich natürlich das Angebot meines Lebens genutzt: Strohdumm und übermüdet habe ich mir 4 Paar Socken für $37,50 gekauft, 50% Rabatt!!1!! Im Nachhinein einfach dumm, aber was soll’s. 50% gespart und es ist Black Friday. Und ich habe neue Socken!….

Und wie die Zeit dann echt vergeht. ein Drittel ist schon fast vorbei. In 18 Tagen geht es nach Hawaii, in einem Monat ist Weihnachten, die Geschenke sind schon fertig und warten auf den Paketboten, und danach geht es auch schon nach Las Vegas, um danach entspannt ins Berufsleben starten zu können. Und dann lande ich am 28.7. – wahrscheinlich – schon wieder in Deutschland, manchmal wünscht man sich, man könnte die Zeit anhalten.

Ich weiß nicht – einerseits könne man hier wirklich echt viel schreiben, über Reisen, über das College, über neue internationale Freundschaften, über Politik (auch wenn das Thema mittlerweile echt ausgelutscht ist), über die Gastfamilie, über Natur, über Volunteer Work, über die Community, über interessante Erfahrungen und letzten Endes über Gefühle, wie man sich in einem, doch so besonderen und einzigartigen, Auslandsjahr fühlt. Und andererseits möchte ich Euch nicht mit zu langen Texten langweilen. Aber das kommt davon, wenn man einfach mal 2 Monate lang nichts von sich hören lässt. Da kommt noch was in naher Zukunft, versprochen!

Alex

One thought on “Achja, der Blog

  1. Hallo Alex,
    die Zeit … ja sie rennt und rennt, obwohl sie eigentlich überall gleich langsam (oder doch schnell!?) vergeht. Seit ich Familie habe, läuft sowieso alles anders … Aber in Deinem Fall wirst Du ja täglich mit dermaßen vielen Eindrücken überschüttet, das alles zu verarbeiten bzw. den Moment zu genießen, fällt Dir bestimmt schwer. Allein die Bilder, die Du hier postest sagen schon viel, dazu Deine Geschichten, wenn auch im Eilzugtempo geschrieben – toll.
    Ich hoffe, dass Du die Weihnachtszeit in Amerika genießen kannst. Ich wünsche Dir viel Freude, lass es Dir gut gehen und komm gut ins neue Jahr. Herzliche Grüße aus Deiner Heimat, natürlich mit Fisselregen und +5°C. Bleib gesund und bis demnächst,
    Steffen Borrmann

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